Kulinarisches / Essen und Trinken in der Bretagne
Die Bretagne verfügt natürlich über die ganze Breite der hervorragenden Küche für die Frankreich zu Recht so berühmt ist. Ein Schwerpunkt der bretonischen Küche, bei der Lage wird es niemand verwundern, liegt bei den Meeresfrüchten. Neben allerlei Fisch, sind Austern eine häufig anzutreffende Spezialität. Sollten Sie zu den Zeitgenossen gehören, die bei deren Anblick bereits satt sind, ist dies für Sie sicherlich herzlich uninteressant, aber wenn nicht, dann kommen Sie hier voll auf Ihre Kosten, zumal Austern in der Bretagne verhältnismäßig günstig zu bekommen sind, gleiches gilt für Muscheln.
Das Preisniveau für Lebensmittel in Frankreich ist geringfügig höher als bei uns. Immer eine gute Anlaufstelle für Selbstversorger sind die großen Supermarktketten.
Die Auswahl ist durch die Bank sehr gut, ergänzt um solche Köstlichkeiten, wie bereits gekochte Scampi (crevettes cuites), welche man nur noch von ihrer natürlichen Verpackung befreien muss, um sie vorzugsweise mit etwas gebuttertem und gesalzenem Baguette genüsslich zu verputzen.
Dank des Golfstroms, der für das milde Klima der Bretagne verantwortlich zeichnet, ist die Region die Produktionshochburg für Artischocken ganz Frankreichs.
Äußerst schmackhaft ist der Gâteau breton, ein gehaltvoller Trockenkuchen mit hohem Butteranteil, entweder mit oder ohne Füllung (Pflaume, Himbeere…).
Generell ist die Nahrungsaufnahme, auch wenn Gerüchte über ihr Liebesleben uns etwas anderes glaubhaft machen wollen, die absolute Lieblingsbeschäftigung der Franzosen, entsprechend klasse ist das Angebot. Nun ist es aber auch ganz einfach, dabei ein mittleres Vermögen auszugeben. Deshalb empfiehlt es sich durchaus, bereits vor dem Betreten eines Restaurants die außen hängende Speisekarte zu inspizieren.
Der Franzose als solcher vertilgt mindestens eine Vorspeise, einen Hauptgang und ein Dessert. Das Ganze lässt sich aber auch vortrefflich durch eine zweite Vorspeise, einen weiteren Hauptgang oder eine kleine Käseplatte zwischendurch ergänzen. Dabei fließt reichlich Wein und geradezu obligatorisch ist der Kaffee hinterher. Nun haben Sie die Wahl sich eine entsprechende Speisefolge „ à la carte“ selbst zusammenzustellen, doch das wird wahrscheinlich kostspielig, oder die angebotenen Menus zu untersuchen. Auch hier haben Sie die Wahl, wenngleich etwas eingeschränkter, kommen aber preislich erheblich besser davon.
Für 25 € p. P. bekommen Sie in aller Regel ein ordentliches Menu, Wein und Kaffee können Sie davon auch bestreiten. Bestellen Sie ruhig den Hauswein, dieser ist ausnahmslos preiswerter als die Alternativen in Flaschen, vor allem ist er aber auch ausnahmslos lecker.
Weit verbreitet in der Bretagne sind die Crêperies. Diese eignen sich wunderbar für einen Zwischenimbiss = 1 Crêpe, aber genauso für die Hauptmahlzeit = 2+X Crêpes. Dort wird auch sehr häufig der Cidre angeboten, ein Apfelwein, der umso besser mundet, umso mehr Promille er hat. Cidre brut bezeichnet die trockene, cidre doux die süße Variante.
Trinkgeld in Frankreich

- Austernhochburg Cancale
Es ist in Frankreich absolut unüblich getrennt zu zahlen, wenn Sie um die Rechnung bitten, werden Sie diese automatisch für den ganzen Tisch erhalten.
Auch mit dem Trinkgeld verfährt man in der Bretagne etwas anders als bei uns. Warten Sie bei Bezahlung der Rechnung auf Ihr Rückgeld und lassen dann den angemessenen Betrag (5%-10%) einfach liegen. Wenn Sie nur ein Getränk zu sich nehmen, gilt die 5%-10% Regel übrigens nicht. So ist es keineswegs unhöflich, sondern absolut ortsüblich, wenn Sie z.B. bei einer Summe von 5,90 € lediglich 10 Cent Rest/Trinkgeld zurücklassen. Dafür sind die Getränkepreise deutlich höher als in Deutschland.
Essenszeiten in Frankreich
Gegessen wird mittags von 12:00 - 14:00 und abends von 19:00 - 22:00.
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