Kulinarisches / Essen und Trinken auf Sardinien
Die italienische Küche ist fantastisch, gerade auch weil die einfachen Gerichte hervorragend sind. Neben der ausgezeichneten aufwendigeren Gastronomie gibt es alle Variationen an Nudeln, die bereits mit einer simplen Tomatensoße versehen ein Gedicht sind. Gleiches gilt für die Pizzen, groß wie Wagenräder und immer noch recht günstig. Die klassische sardische Küche ist deutlich gehaltvoller und tatsächlich seltener anzutreffen, häufig ist natürlich die Kombination von Beiden.
Eine Besonderheit Sardiniens ist das Pane Carasau. Dieses Brot ist nicht unmittelbar als solches zu identifizieren, sieht es doch aus wie ein überdimensionierter Chip. Die dünnen Fladen, mal rund, mal viereckig, hart, trocken und äußerst haltbar, waren und sind der bevorzugte Proviant der Hirten und eignen sich auf Grund des geringen Gewichts sehr zur Mitnahme bei Wanderungen. Man kann es einfach so verzehren, oder mit ein bisschen Olivenöl bestreichen, vielleicht noch den sardischen Schafskäse Pecorino dazu, fertig ist die Zwischenmalzeit.
Ebenfalls ein Klassiker ist Porcheddu, Spanferkel langsam am Spieß gegrillt. Köstlich sind die sardischen Ravioli, diese können mit Käse, Fisch oder Fleisch gefüllt sein. Ganz besonders schmackhaft ist die Variante mit Kartoffelfüllung, auch wenn sich das erstmal nicht so spannend anhört, sollten Sie dieselben unbedingt probieren. Ein weiterer Tipp sind Gerichte mit Vernacciasoße. Egal ob zu Kalb oder Fisch, diese Soße auf Basis des schweren, gelben Dessertweines Vernaccia ist eine echte Delikatesse.
In Sardinien werden eine ganze Reihe sehr ordentlicher Weiß- und vor allem Rotweine produziert, der Berühmteste ist der rote Cannonau.
Genau wie die Franzosen verfügen die Italiener über eine bewundernswerte Esskultur. Entsprechend wird das Essen zelebriert.
Ein komplettes Menü besteht aus Vorspeise, erstem Gang, häufig einem Nudelgericht, Hauptgang also Fisch oder Fleisch - Achtung die Beilagen sind extra zu bestellen- dem Dessert und natürlich einem Kaffee zum Ausklang. Nicht zuletzt auf Grund dieser Speisefolge sowie des „Coperto“, einem in ganz Italien üblichen Systems, welches automatisch einen Aufpreis von 10%-15% für Brot und Bedienung bedeutet, aber kein Trinkgeld in unserem Sinne ist, kann das Essen gehen ein teures Vergnügen werden.
Selbstverständlich lässt sich ein Restaurantbesuch auch erschwinglicher gestalten. Ein paar Penne kombiniert mit Salat sind durchaus bezahlbar, allerdings empfiehlt es sich immer zuvor einen Blick auf die aushängenden Preistafeln zu werfen und das passende Lokal auszuwählen, denn im noblen Ristorante könnte ein solches Ansinnen, gelinde gesagt, auf Unverständnis stoßen. Ausnahmslos preiswert ist der Espresso an der Theke.
Trinkgeld in Italien
Das Trinkgeld liegt in Restaurants und Trattorien bei 5%-10%, in Bars und Cafés mit 10%-15% etwas darüber. Übrigens, das Trinkgeld der Bedienung nicht in die Hand geben, warten Sie bei Bezahlung der Rechnung einfach auf Ihr Rückgeld und lassen dann den angemessenen Betrag liegen.
Essenszeiten in Italien
Gegessen wird zwischen 12:00 - 14:00 mittags und abends von 19:00 - 22:00.
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